Mittelpunkt Mensch am Kraftort Eifel - Zentrum für Lebensfreude -
Mittelpunkt Mensch am Kraftort Eifel- Zentrum für Lebensfreude - 

Für das Jahr 2021 wünsche ich uns allen Kraft, Gesundheit und Fülle, den Wind im Rücken, der uns vorantreibt und die Windstille, zum pausieren. Möge der Rücken-Wind des Lebens uns auf Wegen führen, wo unser Herz Erfüllung findet.

In diesem Jahr möchte ich die Texte besonders der Stille widmen, mit wenigen Worten. Denn, gefühlt wird die Zeit immer lauter. Darum sehne ich mich mit vielen anderen Menschen gemeinsam nach Stille. Stille will ich mit Dir in diesem Jahr teilen, denn das Abschalten stärkt den Organismus, wie das Innere. Still sein – dich ent-koppeln aus dem Leistungsdenken.

Still sein - so lange du möchtest.

Oktober 2021

 

Beende den Krach in deinem Geist,

um dem wundervollenKlang des Lebens zu Lauschen.

Und dann lebe dein Leben tief und authentisch.

~ Tich Nhat Hanh ~

September 2021

 

Auf den Wellen des Atems surfen, darauf achten,

wie die Atemwellen gerade kommen und gehen.

Mit jedem Atemzug

ein und aus.

Augenblick für Augenblick,

bis die Stille dich ganz erfüllt.

 

~ Verfasser unbekannt ~

August 2021

 

Stille hinter der Stille

Die Stille ist eine unfassbare Präsenz.

Wir gleichen einer Schale,

die diese Stille empfängt,

bis auch die Schale vergeht

und nur die Stille bleibt.

Sie war immer schon da!

Willigis Jäger

Juli 2021

 

In der Stille des Abends

liegt ein Gefühl,

die Stille ist schwanger

vom prallen Leben.

 

~ Miek Pot ~

 

Juni 2021

 

Eines Tages kamen zu einem einsamen Mönch einige Menschen. Sie fragten ihn: „Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille und Meditation?“

Der Mönch war mit Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen beschäftigt. Er sprach zu seinen Besuchern: „Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?“ Die Leute blickten in den tiefen Brunnen: „Wir sehen nichts!“.

Nach einer kurzen Weile forderte der Mönch die Leute erneut auf: „Schaut in den Brunnen. Was seht ihr jetzt?“ Die Leute blickten wieder hinunter: „Ja, jetzt sehen wir uns selber!“

Der Mönch sprach: „Nun, als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation. Man sieht sich selber! Nun wartet noch eine Weile.“

Nach der Weile schauten die Besucher wieder hinunter: „Nun sehen wir die Steine auf dem Grund des Brunnens.“ 

Daraufhin erklärte der Mönch: „Das ist die Erfahrung der Stille und der Meditation.“

~Verfasser unbekannt~

Mai 2021

 

Verwurzelt im Klang der Stille

 

„Stille ist etwas, das aus deinem Herzen kommt, nicht von außen. Stille bedeutet nicht, nicht zu sprechen oder nichts zu tun. Es bedeutet, dass du im Inneren ungestört bist.

Wenn du wirklich still bist, kannst du – völlig egal, in welcher Situation du dich befindest – Stille genießen.“

~ Thich Nhat Hanh ~

 

 

April 2021

 

 

Die Natur wächst leise. Und -

"Alle wesentlichen Antworten sind still." ~ Buddha ~

 

 

März 2021

 

Nur noch still sein, nicht nur schweigen, sondern mit dem ganzen Wesen still sein.

Die Stille werden.

 

Nichts mehr anders haben wollen, als es ist. Halte an, halte an.

 

Schieb nichts mehr weg, ziehe nichts mehr zu dir. Erlaube allem so zu sein, wie es ist, ohne etwas auch in Zukunftverändern zu wollen. 

 

 

 

Denke nicht, wie es sein wollte, wie du es haben willst,

wie es dir dienen könnte. Lass alle Strategien los,

mit denen du dich aus dem herausbewegst,

wie es jetzt in diesem Moment ist.

 

Erlaube es, ohne dich einzuordnen in gut und schlecht,

in richtig und falsch, in dieses und jenes.

Nimm an, dass du jetzt so bist, wie du bist.

 

Wenn du das tust, bist du plötzlich in der Mitte,

ganz nahe an dem, was ist.

Du spürst die Intimität zu dem Seienden,

du erlebst seine Struktur, seine Gegenwärtigkeit.

Du bist nicht mehr nur Zuschauer

und willst weder zurück in die Vergangenheit

noch träumst du von einer gewissen Zukunft.

Die Gegenwart mit dem, was jetzt ist,

ist alles, was du denken kannst.

Sie ergreift dich,

weil sie das ganze fassbare Leben ist.

Etwas Anderes gibt es nicht.

 

~ nach Ulrich Schaffer ~

 

Februar 2021 

Januar 2021 

Dezember 2020

 

Zwei Gärten

 

Zum Abschluss eines Jahres in Herausforderungen, negativer Schlagzeiten, Ängste, …, eine Geschichte. Sie scheint auf den ersten Blick sehr schlüssig. Auf den zweiten Blick womöglich etwas zu harmlos im Blick auf die Ereignisse der Welt, zumindest aber nachdenkenswert. Zunächst die Geschichte, dann meine Gedanken dazu.

 

Ein Mann kam in ein Dorf, in dem, wie überall erzählt wurde, wunderschöne Gärten waren, große und kleine, vornehme und einfache. Der Mann, der mit seinem eigenen Garten nicht mehr zufrieden war, wolle sich in diesen Gärten einmal umsehen. Er ging zu dem Dorf. Am Eingang saß ein alter Mann, der weise aussah. Ihn fragte er, wie er es anstellen müsse, einen der Gärten zu besehen, um derentwillen das Dorf so berühmt sei.

 

Der alte Mann winkte einen seiner Söhne herbei, und dieser führte ihn in einen großen Garten. „Die Gartenpforte muss erneuert werden“, sagte der Sohn, als sie den Garten betraten, und zeigte auf einige unschöne Stellen. „Und diese Wege sind reichlich ausgetreten und müssen eingeebnet werden.“ Vor einem Rosenstrauch blieb er nachdenklich stehen: „Seht Ihr die Blattläuse? Er wird kaum überleben. Und das Gewächs dort hinten an der Mauer, es wird wohl auch eingehen. Die Wurzeln sind befallen und nehmen das Wasser nicht mehr auf. Wir können gießen, soviel wir wollen, es hilft nicht mehr.“ Der Sohn zeigte ihm noch manches, was nicht in Ordnung war. Es schien ein kranker Garten zu sein, und der Mann überlegte, warum man ihn gerade in diesen Garten geführt hatte. Enttäuscht berichtete er dem Alten vom schlechten Zustand des Gartens und fragte ihn, ob er nicht einen anderen sehen könnte.

 

Der weise Alte winkte einen anderen seiner Söhne herbei. Dieser führte den Mann in einen Garten, der ihm wohl gefiel. „Seht hier, diese Kletterrose“, sagte der Sohn und zeigte auf einen Bogen über der Gartenpforte. „Sie blüht das ganze Jahr. Es gibt keine andere Kletterrose, im ganzen Dorf, die so viele Blüten treibt. Und dort ein Mandarinenbaum. Er trägt die süßesten Früchte.“ Er gab dem Mann eine reife Frucht von köstlichem Aroma, die ihm wohl schmeckte. „Dieses Beet haben wir neu angelegt. Vor einigen Tagen haben wir die Samen in die Erde gesät. Es werden Blumen wachsen, große, weiße, mit starkem Duft. Die ersten Sprossen kommen schon. Seht Ihr sie? Und dort ist unser Brunnen. Schaut nur, wie tief er ist. Noch nie hat es uns an Wasser gefehlt.“ So zeigt der Sohn dem Mann den Garten mit all seinen Schönheiten.

 

Begeistert berichtete der Mann dem Alten von allem, was er in diesem Garten gesehen hatte, und bedankte sich. Der Weise lächelte nur und fragte: „Habt Ihr nicht gemerkt, dass Ihr in ein und demselben Garten gewesen seid?“ ~ nach Renate Schubert ~

 

Mir scheint, die Geschichte ist gar nicht so eindeutig. Sie kann so verstanden werden, dass ausschließlich das Positive zählt und die Sicht des Sohnes im ersten Teil der Geschichte die Falsche ist. Doch – können sich beide Sichtweisen gar ergänzen? Gehört beides zusammen?

 

Mir sagt die Geschichte, dass das Leben all die Schönheit reichhaltig gedeihen lässt. Die ausgetretenen Wege deuten darauf hin, dass viele daher gingen, die Schönheit des Gartens zu bestaunen. Und – es gibt immer auch das Hässliche, die ausgetretenen Wege, verfallene Wurzeln, die Schattenseite, wie manche Psychologen sie niennen. In der Welt, wie im eigenen Leben oder Inneren. Viele Menschen stellen jedoch oft zuerst die Schattenseiten in den Vordergrund. Die Schwächen, die Wut, schlechte Laune, Leistung, die nicht erbracht wurde, etc. etc. Und vergessen ist die Schönheit, die Pracht, auch in siche selbst.

 

Jede*r ist vollkommen wertvoll, mit allen Schwächen, die dazu gehören. Das Leben ist voller Schönheit. Wie ich selbst oft erfuhr, scheint sie auch in traurigen Situationen plötzlich und unerwartet durch. Jede*r kann aus der Schönheit des Lbens schöpfen. Aus dieser Kraft zugleich im Blick halten, was an Ausgetretenem, Alten ausgebessert oder verabschiedes werden will. Welche Möglichkeit gewählt wird, ist eine Entscheidung weit weg. Doch wisse zuerst:

                            Du bist wertvoll.

 

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für Lebensfreude -

Simmerath/Eifel

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